Strategiespiele

Was sind eigentlich Strategiespiele

Strategie = längerfristig ausgerichtetes handeln

Strategiespiele sind Spiele in dem mit einem bestimmten Plan /Strategie vorgegangen wird um sein Ziel zu erreichen und letztendlich zu Gewinnen. Zu empfehlen wäre, sich die nächsten Züge genau zu überlegen, also sich eine vorausschauende Strategie zurecht zu legen, um das Spiel erfolgreich zu beenden. Soll heißen dem Gegner so einzuschätzen, dass man seinen nächsten Zug erkennen kann und demzufolge handelt.

Kategorien

Echtzeit / Taktikspiele

Bei diesen Spielen wird nicht mit Zivilisationen oder Einheitstypen gespielt sondern mit den angebotenen Charakteren. Hier wird der Charakter zu beginn des Spieles durch den Spieler festgelegt und er muss seinen erschaffenen Charakter durch bestimmte ,vom Spiel auferlegten Szenarien lenken.

Wirtschaftssimulationen

Der Spieler hat hier die Aufgabe Produktionsanlagen zu errichten ein geschicktes handeln zu beweisen und für sein Unternehmen, Staat möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften um sich gegenüber Konkurrenten zu behaupten. Kriegshandlungen stehen dabei im Hintergrund.
In dieser Kategorie bestehen auch Mischformen die nicht nur Wirtschaftssimulationen zugeordnet werden können da sie sich mit dem Echtzeitstrategiebereich z.B. wie in der Anno und Siedler -Reihe vermischen.
Das bekannteste und erfolgreichste Wirtschaftssimulation – Spiel ist SimCity.

Strategiespiel ( Aufbau )

Rohstoffe ( Ressoursen)

In den meisten Strategiespielen wird zum Start dem Spieler eine noch sehr kleine Burg, Festung oder ein kleines Dorf zur Verfügung gestellt. Als Grundlage für den Bau aller Gebäude, Einheiten und der Entwicklung aller Technologien sind Rohstoffe (Ressourcen auch Ressis genannt) wichtig. Diese können meist in unterschiedlichen Formen gewonnen oder abgebaut werden. Die häufigsten Rohstoffe sind Holz, Steine, Nahrung ( sehr wichtig), Eisen, Metall, Kristalle und Gold. In einigen Strategiespielen kommen auch Phantasie Rohstoffe und Chemikalien zum Abbau vor.
Nun müssen diese Rohstoffe auch gelagert werden und hier gibt es einige Möglichkeiten, da wäre zum einen das Lagergebäude ( wie in Goodgame Empire) oder sogenannte imaginäre Rohstoffkonten ( so in Dune II) um nur einige zu nennen. Man sollte immer dafür sorgen, dass Lager so weit wie möglich auszubauen.
Um den raschen Ausbau der Gebäude zu gewährleisten ist es notwendig weitere Ressourcen zu gewinnen wobei eine kriegerische Auseinandersetzung mit anderen Spielern nötig sein wird. Einige Spiele bieten auch sogenannte Außenposten an, die auf der gesamten Weltkarte zu finden sind. Diese gilt es einzunehmen und für deren Ausbau und Erhalt muss selbstverständlich gesorgt werden.
Weitere Rohstoffe erhält man in weiteren Welten die einige Browser Strategiespiele anbieten.
Ein Hauptmerkmal in Strategiespielen ist das sichern und der Kampf um Rohstoffe sowie Handels und Transportwege.
Die Grundlage einer erfolgreichen Strategie ist den Nachschub an Ressourcen zu sichern wodurch es zu Kämpfen mit potentiellen Rohstoffdieben kommen kann.

Phase I – Aufbau einer funktionierenden Wirtschaft.

Hier steht im Fokus die Gebäude zur Rohstoffgewinnung, so weit es möglich ist auszubauen um den Nachschub dieser zu gewährleisten. Ein Steuereintreiber ist zum eintreiben der Steuer deiner Burgbewohner und zur Aufrechterhaltung deiner Wirtschaft unerlässlich.

Phase II – Ausbau der Grundstruktur ( Basis)

Die Burg oder das Dorf muss mit Verteidigungsmechanismen und Hindernissen so ausgebaut werden ,dass man vor eventuellen Angriffen anderer Spieler gut gesichert ist um ein eindringen und der Raub von Rohstoffen verhindert werden kann. Im Fokus dieser Phase sollte die Sicherung deiner Burg ,Festung oder Dorf erste Priorität haben.

Phase III – Erkundung der Karte

In der Anfangsphase ist es schon möglich andere Burgen auszuspionieren, Angriffe vorzubereiten um letztendlich diese anzugreifen. Man sollte jedoch bedenken, dass meist zu Beginn des Spiels einem noch nicht sehr starke Einheiten sowie Werkzeuge zur Verfügung stehen und aus diesem Grunde ist es ratsam sich gleichwertige oder schwächere Gegner zum Kampf aus zu wählen.
Hier wäre noch zu erwähnen , dass die Erkundungsmethoden von Spiel zu Spiel unterschiedlich sind.

Phase IV – Bündnisse (Allianzen, Gilden)

Sich einem Bündnis anzuschließen hat viele Vorteile zum einen kannst du deine Bündnispartner zur Verteidigung deiner Burg um Hilfe bitten, gemeinsam in den Krieg ziehen oder anstehende Quests erfüllen. Sollte einmal Rohstoffmangel bestehen helfen dir deine Bündnispartner indem sie dir fehlende Rohstoffe liefern. Ein Bündnis sollte mit bedacht geschlossen werden also suche dir einen starken Bündnispartner aus. In den meisten Browser Strategiespielen besteht die Möglichkeit ein eigenes Bündnis/ eigene Allianz zu gründen. Dies sollte man aber nicht in der Anfangsphase des Spiels ins Auge fassen.

Ziel der Strategiespiele

Das Ziel eines Strategiespieles besteht darin den Gegner in die Knie zu zwingen und somit das Spiel zu gewinnen. Das Dorf, die Burg oder die Festung zu einem riesigen gut florierten Imperium zu führen und jeden Gegner auszuschalten.

Studie zu Strategiespielen

In einer gemeinsamen Studie die von den Wissenschaftlern der „Queen Mary University of London“ und „University of Texas at Austin“ erstellten wurde festgestellt ,dass Strategiespiele das Gehirn und das strategische Denken verbessert. Forscher ließen 72 weibliche Propanten das echtzeit strategiespiel Starcraft und die Simulation die Sims spielen. Nach ungefähr 40 Std.verglich man die erworbenen Fähigkeiten und stellte fest, die Aufgaben der Spielerinnen von Starcrafft

Übrigens stammt das Wort Strategie aus dem altgriechischen Wort strategia = Feldherrentum, Feldherrenkunst zu strategos= Feldherr dieses von stratos= Herr abgeleitet wurde.
In der Antike war Strategos (griechisch strategos ,strategoi in Deutsch auch Strategen) die Bezeichnung für ein militärisches Amt gleichbedeutend mit Heerführer.
In der heutigen Zeit ist bei den griechischen Streitkräften der Begriff Strategos durch General ersetzt worden. Von den zehn Phylen (der Stamm, das Volk) die in der antike in Athen gewählt wurden dürften die bekanntesten Strategen sein.
Die Voraussetzung zur Wahl eines Strategen war die Qualifizierung in der Kriegskunst und Strategie. Die Zeit der Amtsausführung betrug nicht immer nur ein Jahr. Eine Wiederwahl war hier zulässig. Dieses Amt brachte den Strategen einiges an Ansehen ein.
Die Aufgabe eines Strategen bestand darin das Heer in Kriegszeiten zu leiten und zu führen. In einem Strategiespiel kannst du beweisen ob ein Stratege und Kriegsherr in dir steckt.
Ab dem 5 Jahrhundert kam die Befehlsgewalt über Heer und Flotte hinzu. Nach einiger Zeit bildeten sich heraus : Hafen, Landverteilung, Bestimmung der Kapitäne, die Sorge um Schiffshäuser allerdings blieben immer fünf Strategen für militärische Operationen frei.
In Kriegszeiten wurde in der Regel ein Kollegium mit täglich wechselten Vorsitz gebildet und in Ausnahmefällen wählt man einen strategos autokrator= Oberbefehlshaber. Kannst du ein strategos sein ?

Die heutigen Begriffe Stratege und Strategie leitete man von den Athener Strategen ab.
Ungefähr im vierten Jahrhundert nach Christus ersetzte man die Strategen mit den Exactores (Steuereineinnehmer, Vertreiber, Aufseher). Im Strategiespiel stehen dir hierfür Aufseher für den Abbau der Rohstoffe und zum eintreiben der Steuern ein Steuereintreiber zur Verfügung. Übrigens kann man beide aufwerten, so das der Ertrag und die Steuereinnahmen um eine gewissen Prozentsatz steigen.

Im ägyptischen Alexandria gab es einen Strategen mit polizeilichen Aufgaben.